Ich bin auf der Suche nach meinem Onkel Werner Kohn.

Er ist der Bruder meines Vaters Hans-Georg Kohn (geb. 12.01.1938 in Königsberg/Ostpreußen).

Werner Kohn, geb. 07.10.1934 in Königsberg / Ostpreußen wurde gesehen in Litauen ca. 1946/1947 mit nur einem Bein (Kriegsverletzung). Und gesehen wurde er auch ca. 1948 in Kaunas auf dem Markt.

Mein Vater Hans-Georg Kohn und seine Schwester Sieglinde Kohn (geb. 24.01.1942 in Königsberg/Ostpreußen – gest. 28.07.1967 in Berlin) kamen nach dem Kriege nach Mitteldeutschland. Mein Onkel Werner Kohn, musste allerdings leider auf Anweisung der russischen Behörden in Königsberg (heut Kaliningrad) bleiben, da er schon älter als mein Vater und seine Schwester war.

Vermutet wird, dass Werner Kohn in Kaunas oder Klempeln (Memel) bei dem Verein der Wolfskinder zu suchen ist.

Da Werner Kohn in Königsberg bleiben musste, müssen doch die russischen Behörden dort ihm einen Ausweis ausgestellt haben und auch eine Geburtsurkunde müsste ja auch neu ausgestellt worden sein. Auf Grund dieser Papiere muss mein Onkel Werner Kohn doch zu finden sein.

Sämtliche selbst veranlasste Suchanzeigen waren bisher vergeblich, so z.B.:

– 1949 über das DRK

– 1964 im „Ostpreußenblatt“ Anz.-Abt. Hamburg 13, Nr. 50058

– 1965 (18.01.65) DRK „Suchdienst Hamburg“ – Verwandte gefunden, aber nicht Werner Kohn

– 1994 in Kaunas gesucht

– 1995 Suchdienst Hamburg und Zeitschrift Freizeit Revue“ – ohne Erfolg

– 1995 Suchdienst München

– 2009 – 2011 in Görlitz wieder Suchantrag gestellt über DRK, Suchdienst München

– 2013 beim Kirchlichen Suchdienst HOK, dem ITS Arolsen, dem Schweizer Roten Kreuz, in verschiedenen russischen und litauischen Archiven und allen gängigen Suchdiensten nachgefragt. Waren im Auswärtigen Amt in Berlin und im dortigen Standesamt I. In den Botschaften von Litauen und der Russischen Föderation hatten wir kein Glück. Die Deutsche Botschaft in Litauen haben wir auch erfolglos kontaktiert.

Wer hat Werner Kohn gesehen und kann uns Hinweise geben?

Sein Bruder (mein Vater) Hans-Georg Kohn, geb. 12.01.1938 in Königsberg/Ostpreußen

Seine Schwester Sieglinde Kohn, geb 24.01.1942 Königsberg/Ostpreußen.gest.28.07.1968 in Berlin

Seine Mutter Gertrud Kohn, geborene Lukosschat, geb. 1915, gest. ca.1945/46 in Königsberg

Sein Vater: Kurt Kohn, geb. 01.12.1911, vermisst seit August 1944. Er war bei der Einheit F.E.B 241 in Husi/Rumänien und hatte noch einen Zwillingsbruder Willi.

Wohnanschrift meiner Familie damals in Königsberg II Rundteil Nr.7 (Oberhaberberg).

Im Winter wurden die 3 Geschwister getrennt. Hans-Georg und Sieglinde kamen wahrscheinlich in das Waisenhaus Mauern, Kreis Labiau, Ostpreußen und dann mit einem Kindertransport (Zug) nach Mitteldeutschland. In Deutschland fuhren die beiden über Görlitz (Zwischenstation Kinderlager) weiter nach Beeskow-Mark in das Kinderheim Skaby. Im Juni 1948 kamen die Beiden zu Pflegeeltern nach Bad Saarow, Kreis Fürstenwalde.

Mein Vati ist nun schon über 83 Jahre alt und möchte seinen Bruder nochmal sehen. Über jede Hilfe sind wir sehr dankbar. Auch wenn Werner irgendwo begraben ist, möchten wir wissen, wie er so die letzten Jahre gelebt hat. Die Ungewissheit ist schlimm…

Am 12.11.2014 veröffentliche die SZ (Ausgabe Dresden) auf Seite 18 einen weiteren Artikel, Autorin Nadja Laske „Wo ist Werner ?“. Daraufhin meldete sich eine neue Zeugin, die meinen Onkel auf dem Berg der Kreuze in Litauen im Ort Šiauliai gesehen haben will.

Sie berichtete mir, dass dort 1 Mann seit Jahren/Jahrzehnten sitzen soll. Der wartet abgeholt zu werden…

Ob es mein Onkel ist, warten wir es ab.

Derzeit habe ich weitere Quellen angezapft. Eine davon sind meine EU-Abgeordneten in Brüssel. Der Wallfahrtsort Šiauliai ist auch ein Ort der EU.

Das Kontaktieren meiner EU-Abgeordneten brachte mir kein Glück. Zwei haben abgesagt und die anderen haben gar nicht erst geantwortet.

Eine Zeugin hat meinen Onkel vermutlich in der Zeit zwischen 1975-1985 in Dresden gesehen. Die SZ veröffentlicht die Tage einen Artikel dazu…

Die Sächsische Zeitung hat nun am 18/19.7.2014 über die Geschichte meines Onkels und die Suche nach ihm berichtet. Eine neue Spur hat sich daraus ergeben. Die neuen Daten muss ich nun auswerten.

Das Motto der Suche nach Onkel/Bruder Werner möchte ich mit einem Zitat von Inessa beschreiben: „Wenn gibt es Ziel, wir schaffen müssen!“

Ich habe jetzt zum Geschichtsverein der Wolfskinder einen Kontakt hergestellt. Dieser befasst sich mit der Förderung, Pflege und Bewahrung der Geschichte der Wolfskinder.

Am 16.09.2013 habe ich drei Briefe in die Russische Föderation und ein Fax an das Schweizer Kreuz geschickt.

E-Mails ins Ausland werden oft geblockt und so nahm ich die DP und die Telekom in Anspruch.

Am 30.07.2013 haben wir einen Film für das russische Fernsehen gedreht.

Da gibt es die Sendung „Warte auf mich“ in der vermisste Deutsche in Litauen bzw. der Russischen Föderation gesucht werden.

Vom 8.10.2016 bis zum 14.10. 2016 laufe und fahre ich mit dem Fahrrad von Poznan nach Vilnius.

Am 15.10.2016 besuche ich noch kurz Kaunas um meinen Onkel Werner doch noch zu finden…

Vom 23.4.2018 werde ich mit dem Bus von Dresden nach Kaunas fahren. Mein Ziel ist es, zu Fuß die Stadt und deren Umgebung zu erkunden. Vielleicht finde ich doch noch ein paar Spuren. Oder ich komme mit den Leuten vor Ort ins Gespräch.

Kontakte zur Presse sind geknüpft. Mal sehen…

Bei meinem letzten Besuch in Kaunas spürte ich, dass die Wolfskinder auch vor Ort noch ein großes Thema sind.

Nun kann ich noch einmal hinfahren. Zwei ganze und zwei halbe Tage werde ich dort sein.

Ich freue mich schon jetzt und bin sehr gespannt.

Per GPS-Tracker könnt Ihr virtuell an meinem Erkundungslauf teilnehmen.

Auf Facebook werde ich täglich dazu schreiben.

Post Modern legt eine neue Wunschbriefmarke auf. Erhältlich ist diese ausschließlich bei mir m.kohn@hotmail.de

Ich habe an den Sächsischen Landtag eine Anfrage zum Thema Wolfskinder gestellt. Von der CDU und von den Linken bekam ich eine Anwort.
Die SPD glänzt durch Schweigen.
Mit dem Abgeordneten der CDU Lars Rohwer traf ich mich zu einem konstruktiven Gespräch. Aus dieser Unterhaltung nahm ich mir viele Impulse für meine weitere Suche mit.
U.a., dass es gut wäre, wenn sich die Suchenden zu einer Interessenvertretung zusammenschließen würden, um auf Bundesebene stärker aufzutreten.
Von Rico Gehardt (Die Linke) bekam ich folgende schriftliche Antwort Wolfskinder_Landtag.

Seit Sonntag, dem 2. Mai 2021 befindet sich die Ausstellung in Dresden.
Frau Prof. Ruth Leiserowitz vom Wolfskinder Geschichtsverein hat mit ihrem Ehemann Michael Leiserowitz diese in Dresden übergeben.
Jetzt bleibt es abzuwarten, wann im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten die Ausstellung eröffnet werden kann.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Zusammenarbeit mit dem DRK Sachsen LV und und Herrn Jens Baumann (Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler)!